Reden wir aneinander vorbei? Über Wissenschaft, Öffentlichkeit und gegenseitiges Verstehen
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Wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen ist nur ein Teil wissenschaftlicher Arbeit – ebenso wichtig ist es, sie verständlich und verantwortungsvoll in die Gesellschaft zu vermitteln. Im Interview mit dem uni:magazin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg spricht Kersten Sven Roth über die Chancen und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation und darüber, warum Verständlichkeit allein nicht ausreicht.
Im Gespräch erläutert Roth, dass wissenschaftliches Nichtwissen kein Mangel, sondern eine grundlegende Voraussetzung wissenschaftlicher Erkenntnis ist. Gerade dieser offene Umgang mit Unsicherheiten könne jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung leicht missverstanden werden, da viele Menschen von Wissenschaft vor allem Orientierung und eindeutige Antworten erwarten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews ist der Wechsel von der wissenschaftlichen in die öffentliche Kommunikation. Während innerhalb der Wissenschaft Präzision und Fachterminologie im Vordergrund stehen, gelten im öffentlichen Diskurs andere Regeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen ihre Inhalte daher so vermitteln, dass sie verständlich sind, ohne wissenschaftliche Genauigkeit aufzugeben.
Darüber hinaus thematisiert Roth die Rolle von Medien, sozialen Netzwerken und Künstlicher Intelligenz für den Wissenstransfer. Er betont, dass neue Kommunikationsformen zwar den Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten erleichtern können, zugleich aber auch die Gefahr bergen, ein vereinfachtes Bild wissenschaftlicher Arbeit zu vermitteln. Wissenschaftskommunikation müsse deshalb nicht nur informieren, sondern auch transparent machen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen.
Zum Interview geht’s hier.