Sexismus-Lotsen

Projektart: Workshop-Entwicklung
Kooperation: Büro für Gleichstellungsfragen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Laufzeit: Okt. 2021 - Sept. 2022

Angestoßen durch die Germanistik-Fachschaft der OvGU entwickelt die Arbeitsstelle für linguistische Gesellschaftsforschung im Rahmen ihres Workshop-Programms und finanziert durch die zentrale Gleichstellung der Universität ein zweistufiges Projekt zur Thematisierung von und Aufklärung über sprachliche und kommunikative genderbezogene Diskriminierung. Ziel ist die Ausbildung und Etablierung von Studierenden als Akteure der „Sexismus-Sensibilisierung“, die in den verschiedenen Fachschaften tätig sind und ihre Kommiliton:innen in Form von Workshops auf ‚Augenhöhe‘ über das Thema Sexismus aufklären. Schwerpunkt ist die Ermöglichung, Betreuung und Implementierung des studentischen Workshopformats. Dazu wird praxisorientiert ein Leitfaden zur Weitergabe unter den Fachschaften entwickelt, anhand dessen das Programm mit großer Selbständigkeit durch die Studierenden selbst organisiert und durchgeführt werden kann. Eine Evaluations- und Überarbeitungsphase sichert die Durchführbarkeit ab. Das Programm kann nach einem Jahr vollständig in die Hände von Studierenden übergeben werden.

Erste Phase

In der ersten Phase, die für das WiSe 21/22 geplant ist, steht eine Schulung speziell für die Germanistik-Fachschaft im Vordergrund, in der die Fachschaftler:innen mit wissenschaftlicher und didaktischer Expertise ausgestattet werden (Train-the-Trainer-Workshop). Darin werden die Fachschaftsmitglieder in die aktuelle Gender- und Sexismusforschung eingeführt und insbesondere für die Kommunikationssituationen und -formen an der Universität sensibilisiert. Gegenstand ist das Themenfeld "Sprachlichen Sexismus erkennen, Formen unterscheiden, pragmalinguistische Hintergründe einordnen, Reaktionsmöglichkeiten entwickeln und einüben usw.". Als Germanistik-Studierende bringen sie das notwendige fachliche Verständnis und Interesse für die Weiterarbeit mit diesen Grundlagen mit. Sie werden auch als Leiter*innen des ersten Peer-to-Peer-Workshops für Studierende zur Verfügung stehen.

Zweite Phase

Die zweite Phase ist eine Betreuungs- und Evaluationsphase. Die Germanistik-Fachschaft wird begleitet durch die AlGf ein Konzept für einen Peer-to-Peer-Workshop ausprobieren und in einem Leitfaden festhalten, der das Konzept prinzipiell auch von anderen Studierenden umsetzbar macht. Auf diese Weise kann die Germanistik-Fachschaft ihr Workshopkonzept sowohl an die eigenen Nachfolger:innen als auch an die Vertreter:innen anderer Fachschaften weitergeben und so die Existenz des Programms auch auf längere Zeit ermöglichen.