Sprachliche Diskriminierung angehen

Workshops zu „Sprache und Diskriminierung“ für Sportvereine

Diskriminierung drückt sich nicht nur in einzelnen Handlungen oder Äußerungen aus, sondern auch in gruppendynamischen Prozessen und Kommunikationsstrukturen. Sportvereine sind Orte, an denen sehr unterschiedliche Menschen zusammentreffen, die eine Sache eint: die Liebe zu ihrer Sportart. Sportvereine sollten Orte sein, an denen sich alle diese Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder anderer Merkmale und Zugehörigkeiten wohlfühlen können.

Sprache spielt hier eine zentrale Rolle – durch sie kann willkommen geheißen, eingebunden und Verbindung hergestellt, aber auch ausgegrenzt, abgewertet und verletzt werden. Dies muss nicht immer absichtlich geschehen, die Wirkung bleibt aber dieselbe. Um in einem solchen diversen Umfeld Missverständnisse zu vermeiden und sprachlicher Diskriminierung entgegenzutreten, ist es wichtig, sich für Sprache und ihre Funktionsweisen zu sensibilisieren.

Ziel des Workshops „Sprache und Diskriminierung“ ist es, bei den Teilnehmenden zunächst ein Bewusstsein für die Wirkung von Sprache zu schaffen und sie auf dieser Grundlage für diskriminierende, d.h. gewaltvolle Nutzung von Sprache zu sensibilisieren. Die Debatten über sprachliche Diskriminierung werden von vielen Gruppen mit verschiedenen Zielen emotional geführt. Bei allen Diskutierenden geraten dabei oft mehrere Ebenen durcheinander. Diese zu entwirren und Orientierung für die Teilnehmenden in emotional geführten Debatten zu schaffen, ist Anliegen des Workshops.

Im Fokus steht dabei die Anwendungsbezogenheit der Inhalte, weshalb – sofern möglich und gewünscht – anhand konkreter Beispiele aus dem Vereinsleben sprachliche Diskriminierungsformen diskutiert werden. Am Ende des Workshops haben die Teilnehmenden die Bedeutung einer bewussten Ausdrucksweise erkannt und sind in der Lage, sprachliche Diskriminierung und Grenzüberschreitungen zu identifizieren, anzusprechen und selbst zu vermeiden.

Sprachliche Diskriminierung angehen

Der Workshop hat zwei thematische Schwerpunkte: a) Sprache und Rassismus und b) Sprache und Sexismus. Es besteht die Möglichkeit der bedarfsorientierten Gewichtung: Je nach Absprache und Bedürfnis können die beiden Themenbereiche entweder zu gleichen Teilen oder eines schwerpunktmäßig behandelt werden. Bei der Behandlung eines Themas würde sich ein dreistündiger Workshop ergeben, bei der Behandlung beider Themen ein Workshop von ca. fünf Stunden (inkl. einer etwas längeren Pause).

Pro Workshop sollte die Teilnehmendenzahl bei maximal 15 Personen liegen. Der Workshop funktioniert unserer Erfahrung nach gut als Online-Kurs. Sollte eine Durchführung in Präsenz gewünscht werden, müssen die Reisekosten des bzw. der Workshop-Leitenden durch den Kunden oder die Kundin übernommen und ein geeigneter Raum zur Verfügung gestellt werden.

Die Kosten für einen dreistündigen Workshop liegen i.d.R. bei 450 Euro (zzgl. Reisekosten bei Präsenz), für einen fünfstündigen Workshop bei 750 Euro (zzgl. Reisekosten bei Präsenz).

Weitere Absprachen und Anpassungen können gerne in einem persönlichen Gespräch erfolgen.

Elena Bernhofer, M.A.

Zuständigkeiten: Allgemeine Ansprechpartnerin, Koordination

algf@ovgu.de

elena.bernhofer@ovgu.de